GFR-Wert zu niedrig: Viel trinken kann sogar gefährlich sein

🕑 Letztes Update: 25. Januar 2024 von Ang. Dr. Ahmad Fulan
✅ Quellen wissenschaftlich geprüft durch Dr. Aydin Yelken

Wenn dein GFR-Wert zu niedrig ist: Solltest du viel trinken? Es ist ein weit verbreitetes Missverständnis, dass man bei Nierenerkrankungen oder einem niedrigen GFR-Wert einfach mehr trinken sollte, um die Nieren „zu spülen“ oder ihre Funktion zu verbessern. Tatsächlich kann übermäßiges Trinken in solchen Fällen sogar kontraproduktiv sein und die Situation verschlimmern.

Das Wichtigste in Kürze:

  • Die richtige Trinkmenge ist individuell und hängt von vielen Faktoren ab, doch als Faustregel gilt für gesunde Menschen eine Trinkmenge von 30ml pro kg Körpergewicht.
  • Natriumarmes Wasser und ungesüßte Tees sind die besten Durstlöscher, während koffeinhaltige Getränke und dünne Saftschorlen in Maßen genossen werden sollten.
  • Bei Herz- oder Nierenschwäche kann eine Anpassung der Trinkmenge notwendig sein, da der Körper das Wasser nicht mehr effizient ausscheiden kann und es zu Wasseransammlungen kommen kann.
  • Das Konzept des “Nierenspülens” durch übermäßiges Trinken ist ein Missverständnis; bei chronischer Nierenschwäche kann dies mehr schaden als nützen.
  • Die Trinkmenge ist eine höchst individuelle Angelegenheit und sollte auf die Signale des eigenen Körpers abgestimmt werden, um eine optimale Hydratation zu gewährleisten.

Ist es zu empfehlen, wenn der GFR-Wert zu niedrig ist, vielzu  trinken?

Bei einer eingeschränkten Nierenfunktion haben die Nieren Schwierigkeiten, überschüssiges Wasser und Abfallstoffe effizient aus dem Körper zu entfernen.

Das übermäßige Trinken kann zu einer Überlastung der Nieren führen und das Risiko für Wassereinlagerungen und Schwellungen erhöhen.

In einigen Fällen kann es sogar zu einer gefährlichen Ansammlung von Wasser im Körper kommen, was den Zustand des Patienten weiter verschlechtern kann.

Daher ist es für Menschen mit einem niedrigen GFR-Wert oder einer chronischen Nierenerkrankung wichtig, eine individuell angepasste Trinkmenge zu haben. Diese sollte in enger Absprache mit einem Nephrologen oder einem anderen Facharzt festgelegt werden.

Der Arzt kann auf Basis von Bluttests, dem Gesundheitszustand und anderen individuellen Faktoren eine Empfehlung zur optimalen Flüssigkeitsaufnahme geben.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass bei einem niedrigen GFR-Wert nicht automatisch mehr getrunken werden sollte. Es ist vielmehr entscheidend, eine auf den individuellen Gesundheitszustand abgestimmte Trinkmenge zu finden und dabei professionelle medizinische Beratung in Anspruch zu nehmen.
Faktor Beschreibung Hinweise
GFR-Wert Maß für die Nierenfunktion Ein niedriger GFR-Wert weist auf eine eingeschränkte Nierenfunktion hin.
Trinkmenge Menge der täglich aufgenommenen Flüssigkeit Sollte individuell angepasst werden, nicht automatisch erhöht bei niedrigem GFR-Wert.
Getränkeauswahl Art der konsumierten Flüssigkeiten Bevorzugt natriumarmes Wasser und ungesüßte Tees; koffeinhaltige Getränke und Saftschorlen in Maßen.
Überwachung Kontrolle der Flüssigkeitsaufnahme Wichtig, um Über- oder Unterhydratation zu vermeiden, besonders bei eingeschränkter Nierenfunktion.
Medizinische Beratung Absprache mit Fachpersonal Individuelle Trinkmenge sollte in Absprache mit einem Nephrologen oder Facharzt festgelegt werden.

Wie viel sollte ein gesunder Mensch am Tag trinken?

Für gesunde Menschen wird eine Trinkmenge von 30 ml pro kg Körpergewicht empfohlen.

Das bedeutet, dass du, wenn du 70 kg wiegst, etwa 2 Liter Flüssigkeit pro Tag zu dir nehmen solltest.

Diese Menge beinhaltet nicht nur das Wasser, das du trinkst, sondern auch die Flüssigkeit, die du über die Nahrung aufnimmst.

Obst, Gemüse und Joghurt sind beispielsweise reich an Wasser. Auch der Stoffwechsel deines Körpers trägt zur Flüssigkeitsbilanz bei, indem er etwa 300 ml Wasser pro Tag produziert.

Bestseller Nr. 1
QCHEFS Zahnputzpulver Katze: Nieren Probleme und im Mund- Zahnpflege- Futtertopping zum...
  • 🦷 OB JUNG - OB ALT! NIEREN ENTLASTET: Toxine des Proteinabbaus ausgeleitet- extra fein auch Vorstufen der Urämie- Nieren- Toxine gebunden!...
  • 🦷 ZUERST ZÄHNE SAUBER: Zahnputzkohle mit Zahnputzflocken-Kokos und Bierhefe gefüllt- stoppt Bakterien natürlich antibakteriell. Mundgeruch...
  • 🦷 DARM & IMMUN GESTÄRKT: Zahnputzkohle gibt Präbiotika- Vitamine- Mineralien im Dünndarm ab. Kein Mangel bei Langzeit- tägl. Mineral...

Welche Getränke sind die besten Durstlöscher?

Nicht jedes Getränk ist gleich, wenn es um die Hydratation geht.

Natriumarmes Wasser und ungesüßte Tees sind die besten Optionen, um deinen Flüssigkeitsbedarf zu decken. Sie sind frei von Kalorien und Zusatzstoffen und unterstützen deinen Körper optimal.

Koffeinhaltige Getränke wie Kaffee zählen zwar auch zur Flüssigkeitsaufnahme, sollten aber in Maßen genossen werden.

Dünne Saftschorlen können ebenfalls eine erfrischende Alternative sein.

Was passiert, wenn sich Wasser im Körper ansammelt?

Manchmal spielt der Körper nicht mit, und die Flüssigkeitsregulation gerät aus dem Gleichgewicht. Bei Herz- oder Nierenschwäche kann es passieren, dass der Körper das Wasser nicht mehr effizient ausscheiden kann.

Es sammelt sich an und kann zu Schwellungen in den Beinen, der Lunge oder im Bauchraum führen. In solchen Fällen kann es notwendig sein, die Trinkmenge zu begrenzen und auf die Signale deines Körpers zu achten.

Ist der GFR-Wert zu niedrig, ist viel trinken wichtig.
Ist der GFR-Wert zu niedrig, ist viel trinken nicht wichtig als sonst.

Warum ist das Konzept des “Nierenspülens” ein Missverständnis?

Die Idee, dass man die Nieren durch viel Trinken „spülen“ kann, ist weit verbreitet, aber leider ein Missverständnis.

Bei einer bestehenden chronischen Nierenschwäche ist es nicht sinnvoll, viel Flüssigkeit zu sich zu nehmen, um die Nieren „zu spülen“.

Ebenso wenig ist es ratsam, viel zu trinken und dann harntreibende Mittel zu verwenden, um die Nierenfunktion „anzukurbeln“. Diese Praktiken können mehr schaden als nützen.

Wie kannst du deine individuelle Trinkmenge bestimmen?

Die Trinkmenge ist eine höchst individuelle Angelegenheit. Sie hängt von deinem Körpergewicht, deinem Gesundheitszustand, deiner Aktivität und vielen anderen Faktoren ab. Es gibt keine pauschale Empfehlung, die für jeden gilt. Achte auf die Signale deines Körpers und passe deine Trinkmenge entsprechend an. Dein Körper weiß oft am besten, was er braucht.


Health-Disclaimer: Dieser Artikel enthält nur allgemeine Hinweise und darf nicht zur Selbstdiagnose oder -behandlung verwendet werden. Er kann einen Arztbesuch nicht ersetzen. Alle aufgeführten Inhalte dienen zur neutralen Information und Weiterbildung. Sie stellen keinen medizinischen Rat dar.

Trage etwas bei

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.