Pregabalin Langzeitschäden: Die wichtigsten Fakten

🕑 Letztes Update: 26. April 2025 von Ang. Dr. Ahmad Fulan
✅ Quellen wissenschaftlich geprüft durch Dr. Aydin Yelken

Immer wieder wird vor Pregabalin-Langzeitschäden gewarnt. Pregabalin und Gabapentin sind zwei Medikamente, die ursprünglich für die Behandlung von Epilepsie entwickelt wurden. Mit der Zeit hat man jedoch festgestellt, dass sie auch bei allgemeinen chronischen Schmerzen eingesetzt werden können. Aber ist ihre Wirksamkeit bei dieser Anwendung wirklich gegeben? Die Meinungen darüber sind geteilt.

Das Wichtigste in Kürze:

  • Ärzte verabreichen immer häufiger Epilepsie-Medikamente wie Pregabalin und Gabapentin bei chronischen Schmerzen, obwohl ihre Wirksamkeit bei dieser Anwendung zweifelhaft ist.
  • Obwohl diese Medikamente ursprünglich für die Behandlung von Epilepsie entwickelt wurden, werden sie auch gegen neuropathische Schmerzen eingesetzt.
  • Die Verschreibungszahlen von Pregabalin und Gabapentin sind in den letzten Jahren stetig gestiegen, wobei „Lyrica“ im Jahr 2015 hohe Umsätze verzeichnete.
  • 75% der Patienten, die diese Medikamente erhielten, hatten chronische Schmerzen ohne eine neuropathische Komponente, was Fragen zur Verschreibungspraxis aufwirft.
  • Die hohe Abbruchrate bei der Einnahme dieser Medikamente deutet darauf hin, dass sie entweder keinen therapeutischen Nutzen bieten oder unerwünschte Nebenwirkungen haben könnten.

Wie beginnt die Behandlung mit Pregabalin?

Pregabalin ist nicht für jeden geeignet. Es wird spezifisch für bestimmte Zustände und Symptome verschrieben.

Der Beginn der Behandlung erfordert eine sorgfältige Dosierung und Überwachung, um sicherzustellen, dass du die bestmöglichen Ergebnisse erzielst, ohne unerwünschte Nebenwirkungen zu riskieren.

Es ist auch wichtig, den Verlauf der Behandlung regelmäßig zu überprüfen und gegebenenfalls Anpassungen vorzunehmen.

pregabalin langzeitschäden
Nach dem Absetzen einer Pregabalin-Therapie wurden bei einigen Patienten Entzugs-Symptome festgestellt.

Gibt es Langzeitschäden durch Pregabalin?

Die Forschung zeigt, dass Pregabalin, wie jedes andere Medikament, Nebenwirkungen haben kann. Einige dieser Nebenwirkungen können kurzfristig sein, während andere möglicherweise länger anhalten.

Es ist wichtig, sich über die potenziellen Pregabalin-Langzeitschäden im Klaren zu sein und informierte Entscheidungen über die Einnahme von Pregabalin zu treffen.

Zu den häufigsten Nebenwirkungen von Pregabalin gehören:

  • Schwindel
  • Müdigkeit
  • Benommenheit
  • Nachlassende Aufmerksamkeit
  • Trunkenheitsgefühl (insbesondere zu Beginn der Behandlung)

Weitere Nebenwirkungen, die hin und wieder vorkommen:

  • Verschwommenes Sehen
  • Doppeltsehen
  • Gleichgewichtsstörungen
  • Erektionsstörungen
  • Ödeme, Übelkeit
  • Erbrechen
  • Gewichtszunahme sein
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Es gibt auch Hinweise auf ein Abhängigkeitspotenzial von Pregabalin. Daher sollte Pregabalin nicht plötzlich abgesetzt werden, sondern die Dosis sollte schrittweise reduziert werden.

Pregabalin ist ein Arzneistoff aus der Gruppe der Gabapentinoide und wird als Wirkstoff zu den Antikonvulsiva gezählt. Es wird seit 2004 in der EU zur Behandlung von neuropathischen Schmerzen, Epilepsie und der generalisierten Angststörung zugelassen. Die bekannteste Handelsmarke für Pregabalin ist Lyrica.

Wie wird Pregabalin in der medizinischen Gemeinschaft wahrgenommen?

Die Wahrnehmung von Pregabalin in der medizinischen Gemeinschaft ist gemischt. Während viele Ärzte die Vorteile von Pregabalin anerkennen und es als wertvoll ansehen, gibt es auch einige, die Bedenken hinsichtlich seiner Sicherheit und Wirksamkeit äußern.

Es ist wichtig zu betonen, dass die Meinungen in der medizinischen Gemeinschaft auf umfangreichen klinischen Erfahrungen und Forschungsergebnissen basieren.

Es bleibt spannend zu beobachten, wie sich die Wahrnehmung von Pregabalin-Langzeitschäden in den kommenden Jahren weiterentwickeln wird.

Die Abbruchrate von 12 % lässt vermuten, dass die Verabreichung dieser Medikamente entweder keinen therapeutischen Nutzen bringt oder dass unerwünschte Nebenwirkungen auftreten. Das ist ein Aspekt, den man nicht außer Acht lassen sollte.

Warnung vor Pregabalin-Langzeitschäden: Macht Pregabalin abhängig?

Es gibt immer wieder Berichte über ein Abhängigkeitspotenzial von Pregabalin, besonders bei opiodabhängigen Menschen. Es wird daher immer wieder eine Warnung vor Pregabalin ausgesprochen und empfohlen, bei suchtkranken Menschen die Anwendung von Pregabalin zu vermeiden und bei der Behandlung mit Pregabalin auf Anzeichen einer sich entwickelnden Abhängigkeit zu achten.

Video

 

Warum werden Epilepsie-Medikamente bei chronischen Schmerzen verabreicht?

In der medizinischen Welt gibt es immer wieder Überraschungen. Eine davon ist die Tatsache, dass Ärzte immer häufiger Epilepsie-Medikamente bei chronischen Schmerzen verabreichen. So ist es etwa bei Neuropathische Schmerzen.

Das sind Schmerzen, die auf Nervenleiden beruhen. Das können zum Beispiel Nervenschmerzen durch eine Diabeteserkrankung oder eine Herpesinfektion sein. Diese Art von Schmerzen ist besonders tückisch und schwer zu behandeln.

Häufige Fragen zu Pregabalin und dessen Anwendung

1. Warum wird Pregabalin bei chronischen Schmerzen verwendet, obwohl es ursprünglich für Epilepsie entwickelt wurde?

Pregabalin, ursprünglich für Epilepsie entwickelt, hat sich als wirksam bei der Behandlung neuropathischer Schmerzen erwiesen. Diese Schmerzen resultieren aus Nervenschädigungen, wie bei Diabetes oder Herpesinfektionen. Da solche Schmerzen schwer zu behandeln sind, bietet Pregabalin eine alternative Therapieoption.

2. Wie beginnt die Behandlung mit Pregabalin?

Die Behandlung mit Pregabalin erfordert eine sorgfältige Dosierung und Überwachung, besonders zu Beginn. Ärzte passen die Dosis individuell an, um die bestmöglichen Ergebnisse zu erzielen und Nebenwirkungen zu minimieren. Die Behandlung und Dosierung sollten regelmäßig überprüft werden, um Anpassungen vorzunehmen und Entzugserscheinungen nach dem Absetzen zu vermeiden.

3. Können Langzeitschäden durch Pregabalin auftreten?

Pregabalin kann, wie jedes Medikament, Nebenwirkungen haben, die sowohl kurz- als auch langfristig sein können. Langzeitnebenwirkungen können Schwindel, Müdigkeit, Benommenheit, Sehstörungen, Erektionsstörungen, Ödeme, Übelkeit, Erbrechen und Gewichtszunahme umfassen. Das Bewusstsein über diese potenziellen Risiken ist wichtig, um informierte Entscheidungen über die Einnahme zu treffen.

4. Gibt es ein Abhängigkeitspotenzial bei Pregabalin?

Ja, es gibt Hinweise auf ein Abhängigkeitspotenzial von Pregabalin, insbesondere bei Personen mit einer Vorgeschichte von Opioidabhängigkeit. Daher sollte die Einnahme von Pregabalin nicht plötzlich gestoppt, sondern schrittweise reduziert werden, um Entzugssymptome zu vermeiden. Ärzte sollten bei der Behandlung mit Pregabalin auf Anzeichen einer sich entwickelnden Abhängigkeit achten.

5. Wie wird Pregabalin in der medizinischen Gemeinschaft wahrgenommen?

Die Wahrnehmung von Pregabalin in der medizinischen Gemeinschaft ist gemischt. Einige Ärzte erkennen die Vorteile von Pregabalin bei bestimmten Patientengruppen an, während andere Bedenken hinsichtlich seiner Sicherheit und Wirksamkeit äußern. Die Meinungen basieren auf klinischen Erfahrungen und Forschungsergebnissen, und es bleibt abzuwarten, wie sich die Wahrnehmung von Pregabalin-Langzeitschäden weiterentwickeln wird.

 

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Quellenverzeichnis


Health-Disclaimer: Dieser Artikel enthält nur allgemeine Hinweise und darf nicht zur Selbstdiagnose oder -behandlung verwendet werden. Er kann einen Arztbesuch nicht ersetzen. Alle aufgeführten Inhalte dienen zur neutralen Information und Weiterbildung. Sie stellen keinen medizinischen Rat dar.

9 Gedanken zu „Pregabalin Langzeitschäden: Die wichtigsten Fakten“

  1. seit drei Wochen versuche ich Pregabalin auszuschleichen
    jetzt habe ich so eine Unruhe in mir das ich garnicht stillstehen kann muß immer in bewegung bleiben nur durch Normoc habe ich etwas erleichterung

    Antworten
    • Lieber Heinz,

      herzlichen Dank für Deinen Kommentar. Es klingt wirklich herausfordernd, was du durchmachst. Das Ausschleichen von Medikamenten wie Pregabalin kann sehr belastend sein, besonders wenn dabei solche starken Unruhegefühle auftreten. Es ist gut zu hören, dass Normoc dir etwas Erleichterung bringt. Was hat Dein Arzt dazu gesagt?

      Wir wünschen Dir gute Besserung!

      Dein KlarGesund-Team

      Antworten
      • ich war heute beim Neurologen wegen meiner Unruhe beim Absetzen von
        Pregabalin ist auch nicht viel bei rausgekommen, er wuste auch nicht so richtig weiter habe nun Promethazin bekommen obs hilft muß ich abwarten

        Antworten
        • Vielen Dank für Dein Update, Heinz! Es würde uns freuen, wenn Du uns hier später berichten kannst, ob und wie dir Promethazin geholfen hat.

          Wir wünschen dir viel Kraft und gute Besserung!
          Dein KlarGesund-Team

          Antworten
    • Hallo Sina,

      vielen Dank für deinen Kommentar. Hallo Sina,

      Es tut uns sehr leid zu hören, dass du eine so schwierige Zeit mit deiner Behandlung durchmachst. Es kann wirklich frustrierend sein, wenn ein Medikament, auf das man große Hoffnungen gesetzt hat, nicht die gewünschten Effekte zeigt. Pregabalin wird oft für verschiedene Zustände verschrieben, und manchmal ist es ein Prozess des Ausprobierens, bis man das richtige Medikament oder die richtige Kombination findet.

      Es könnte hilfreich sein, mit deinem Arzt offen über deine Bedenken und Erfahrungen zu sprechen. Oft gibt es alternative Therapien oder Medikamente, die ausprobiert werden können. Je nachdem, wofür du behandelt wurdest, könnten andere Medikamente wie Gabapentin, SSRIs oder SNRIs eine Option sein, oder vielleicht nicht-medikamentöse Ansätze wie Physiotherapie, Achtsamkeitstraining oder andere Formen der Psychotherapie.

      Alles Gute für Dich!

      Dein KlarGesund-Team

      Antworten
  2. Ich nehme Pregabalin seit einiger Zeit, aber es war schwierig, einen Arzt zu finden, der weiß, WIE das Medikament einzunehmen ist. Ich nehme Pregabalin, weil meine Beine in der Nacht „brennen“, also Parästhesien bei beiden Beinen. Meine größte Sorge ist die Verträglichkeit, weil das Medikament das Zentralnervensystem insgesamt dämpft, also auf alle Nerven einwirkt. Ich habe z.B.beobachtet, dass ich nach der Einnahme zu Verstopfung neige, obwohl ich nie darunter gelitten habe, die Peristaltik schläft ein. Flaches Atmen. Schlaflosigleit als Nebenwirkung. Aber letzte Nacht habe ich mit P. zum ersten Mal die ganze Nacht durchgeschlafen, es scheint also sehr auf das WIE anzukommen, und WANN man es einnimmt und in welcher Dosierung. Wie die Langzeitwirkung ist, das ist die große Frage. Meine Dosierung derzeit am unteren Rand: 100mg für einmal. Trotzdem schaue ich am Morgen gealtert aus, wenn ich in den Spiegel usw. Aber das vergeht schnell. Ich brauche einen Tag lang, um mich von der Medikation am Abend zu erholen. Eine Einnahme am Morgen und am Abend kommt für mich nicht infrage.

    Antworten
  3. Ich nehme seit 6 Jahren Pregabalin. 600mg am Tag. Durch einen Thalamus Infarkt habe ich linksseitig teils starke Schmerzen. Die Wirkung des Medikaments läßt mittlerweile nach. Gibt es eine Alternative?

    Antworten

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